Ausstellungen 2020

 

Plein air. Von Corot bis Monet
Vom 27. März bis 28. Juni 2020

Die Pleinairmalerei, welche die Impressionisten und ihre ersten Kritiker im Namen der Aufrichtigkeit und der Spontaneität für sich in Anspruch nehmen, ist keine Erfindung der 1870er Jahre. Sie ist das Ergebnis eines langen Prozesses, bei dem sich die Landschaftsmalerei als eigenständige Gattung herausbildet.

In Frankreich sind die Maler schon seit dem 18. Jahrhundert darum bemüht, die Lichteffekte ganz objektiv zu beobachten und festzuhalten. Bereits 1708 empfiehlt Roger de Piles in seiner Abhandlung Du paysage den Malern, im Freien zu arbeiten. Außerhalb des Ateliers zu malen bereitet allerdings ernsthafte organisatorische Probleme, die auch zur Zeit des Impressionismus noch nicht vollständig gelöst sind. Der Künstler muss nämlich unhandliches Zubehör wie Sonnenschirm, Klappstuhl, Papierbögen und Farbkasten an den ausgewählten Ort transportieren. Zudem muss er schnell arbeiten, denn das Naturspektakel wandelt sich fortlaufend und das Motiv, dessen Licht- und Schattenverhältnisse sich im Laufe der Stunden verändern, kann durch den Durchzug einer Wolke ein völlig anderes werden.

Das Musée des impressionnismes Giverny zeichnet die Geschichte der Freilichtmalerei vom 18. Jahrhundert bis zum Jahr 1873, dem Jahr vor der Erfindung des Begriffs "Impressionismus", nach. Von den reisenden Künstlern über die Schule von Barbizon bis hin zu den ersten Impressionisten präsentiert die Ausstellung Plein air. Von Corot bis Monet rund 80 Werke von Joseph Mallord William Turner, Camille Corot, Eugène Boudin und Claude Monet.

Die Ausstellung "Plein air. Von Corot bis Monet" wird vom Musée des impressionnismes Giverny im Rahmen des Festival Normandie impressionniste 2020 organisiert.


 

Das Atelier der Natur, 1860-1910. Einladung zur Kollektion Terra
Vom 10. Juli bis 1. November 2020

Eine Auswahl amerikanischer Werke der Terra Foundation for American Art zur Zeit des Impressionismus

Mit über fünfzig Gemälden, Lithographien und Aquarellen bietet das Musée des impressionnismes Giverny einen umfangreichen Überblick über die Landschaftsmalerei, wie sie von den amerikanischen Künstlern zur Zeit des französischen Impressionismus ausgeübt wurde, und gibt verschiedene Einblicke in ihre Entwicklung.

Die Ausstellung beginnt mit der letzten Periode der "Hudson River School" mit Landschaften und Seestücken in einem detaillierten und präzisen Stil, die in den 1870er Jahren angefertigt wurden.

Ende des 19. Jahrhunderts halten sich mehrere Künstler in Frankreich auf und übernehmen die Vorgehensweise der Skizze im Freien. Zur gleichen Zeit lassen sich die ersten amerikanischen Künstler in Giverny, dem Dorf Claude Monets, nieder. Nach und nach entfernen sie sich vom Stil der Schule von Barbizon und gehen zu leuchtenderen Farben und einer für den Impressionismus charakteristischen freieren Ausdrucksweise über.

Nach ihrer Rückkehr in die Vereinigten Staaten malen sie weiterhin vom Impressionismus beeinflusste leuchtende Landschaften, entwickeln allerdings auch einen schrofferen stilistischen Realismus, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einem neuen Ansatz in der Malerei führt.

Die Ausstellung "Das Atelier der Natur, 1860-1910. Einladung zur Kollektion Terra" wird vom Musée des impressionnismes Giverny im Rahmen des Festival Normandie impressionniste 2020 organisiert.

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